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Der Traum vom Tod

Im neuen Stuttgart-Krimi aus der Schreibwerkstatt von Britt Reißmann werden zwei Handlungsstränge so miteinander verknüpft, dass die Spannung vom Romanbeginn bis -ende durchgängig erhalten bleibt. …Mit „Der Traum vom Tod“ gelang der Autorin nach „Der Ruf der Schneegans“ erneut ein anspruchsvoller Kriminalroman. Wie eine sinnliche Klammer konstruiert Britt Reißmann den Plot ihres Romans um den Sinnspruch von Shakespeare „Wir sind der Stoff, aus dem die Träume sind, und unser kurzes Leben ist eingebettet in einen langen Schlaf“. Dabei bettet sie die Handlung in ein esoterisch anmutendes „Traumgerüst“ ein und erhöht damit zugleich die Spannung.
Brikada-Bewertung: Ein Krimi mit Tiefgang und literarischem Anspruch. Lesenswert!

-www.brikada.de, 02.07.2008-


Eine junge Frau liegt tot im See vorm Opernhaus in Stuttgart. Die Bemühungen der Mordkommission, das Opfer zu identifizieren führen Thea Engel und ihre Kollegen in das Milieu der Fantasy-Rollenspiele. Hier ist die junge Frau bekannt. Sie trat regelmäßig als Heilerin auf. Die weiteren Ermittlungen ergeben, dass der Vater der Toten ein Mediziner mit fragwürdigen Heilmethoden ist. Dabei stoßen Thea Engel und ihre Kollegen auf ein Familiengeheimnis, das in einer Tragödie endete. Die Autorin Britt Reissmann, die seit 1999 bei der Mordkommission arbeitet, hat mit „Der Traum vom Tod“ einen Krimi geschaffen, in dem Polizeibeamte keine Helden und der Mörder kein blutrünstiges Monster ist. Sie zeigt die zwischenmenschlichen Beziehungen und die seelischen Konflikte ihrer Protagonisten auf. Ein spannender Krimi, der in eine für viele sicher eher unbekannte Welt führt. Dies ist bereits der dritte Kriminalroman um Thea Engel und ihre Kollegen von der Mordkommission in Stuttgart. Den ersten Krimi „Die Farbe des Himmels“ hat Reissmann gemeinsam mit Silvija Hinzmann geschrieben. Er erschien im Jahr 2005. 2006 folgte „Der Ruf der Schneegans“. Mögen noch weitere folgen.

Britt Reissmann: Der Traum vom Tod, Emons-Verlag Köln, 2008, 256 Seiten, ISBN 978-3-89705-563-6, 9,90 Euro

-BW-Woche, 22.06.08-


Mit ihrer 45-jährigen Autorin Britt Reißmann hat der Kölner Emons-Verlag eine Expertin unter Vertrag, die Stuttgarts Mordkommission von innen kennt. Dort arbeitet sie seit fast zehn Jahren als Angestellte im Schreibdienst und kann daher die Aufklärung von Straftaten sehr realistisch schildern. In ihrem neuen Buch “Der Traum vom Tod”, im dritten Fall ihrer Heldin Thea Engel, hat Frau Reißmann eine Leiche mitten in der Stadt platziert – im Eckensee. Es geht um Fantasy-Rollenspiele und um fragwürdige Heilmethoden – es geht aber auch darum, Wiedererkennung und Identifikation zu bieten. …Britt Reißmann ist vom Fach, und das fällt beim Lesen ihre Polizeiromane positiv auf. Auch im dritten Stuttgart-Krimi um Thea Engel und ihr Team wird die Arbeit der Ermittler realitätsnah geschildert. Interessantes und spannendes Lesevergnügen!

Britt Reißmann “Der Traum vom Tod” (Emons, 9,90 Euro)

-Stuttgarter Nachrichten, 20.05.08-



Der Ruf der Schneegans

Thea Engel ermittelt wieder

Mit “Der Ruf der Schneegans” hat Britt Reißmann, die selbst bei der Mordkommission in Stuttgart arbeitet, nun den zweiten Thea-Engel-Krimi vorgelegt.
Auf den ersten Blick scheint es keinen Zusammenhang zu geben zwischen dem Mord an der jungen Musikstudentin und dem alten Mann im Pflegeheim, außer dass beide Interesse an indianischer Mythologie hatten. Britt Reißmann schickt ihre Protagonistin und deren Kollegen auf Ermittlung in Musikhochschule und Altenheim. Bei der Suche nach einer Halskette mit dem silbernen Anhänger einer Schneegans kommt Thea Engel der Wahrheit Schritt für Schritt näher und begibt sich selbst in Gefahr.
Reissmann hat einen spannenden Handlungsbogen entwickelt. Gleichzeitig gibt sie den Protagonisten auch Platz für eine Weiterentwicklung, die bereits im Vergleich zum ersten Buch mit Thea Engel deutlich wird. Insbesondere die Engel ist deutlich sicherer geworden, wodurch sich auch ihr Verhältnis zu den Personen in ihrer Umgebung verändert.

-Bw-Woche, 20.11.2006-


Vom Ruf der Schneegans
Die Krimiautorin Britt Reißmann – inspiriert von der Arbeit in der Mordkommission

…Die Frage nach einem Fortsetzungsroman war für Britt Reißmann schnell beantwortet. Ihre Protagonistin Thea Engel – eine junge Kriminalbeamtin auf dem Weg zur Kommissarin – war ihr bereits ans Herz gewachsen. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Messmer ermittelt sie in ihrem neuen Roman „Der Ruf der Schneegans“ in einer Sonderkommission den Mordfall an einer Musikstudentin – Britt Reißmann lässt es dabei zwischen den beiden knistern. „Die Figuren liegen mir am Herzen und werden mir immer vertrauter. Ich würde gerne mal mit den beiden Kaffee trinken“, sagt sie und lacht.
Ihr Job und ihr privates Umfeld sind die Grundlage, aus denen sie neue Ideen schöpft. Eine penible Recherche ist der Autorin wichtig. Es sind mehr die kleinen Details aus ihrem Alltag, die in ihren Roman einfließen. „Im vergangenen Jahr gab es hier eine große Abnehmaktion und die ganze Polizeidirektion roch wochenlang nach Kohlsuppe, das musste ich einfach in meinen Roman einbauen“, sagt Britt Reißmann.
Sie hat ihre Antennen immer ausgefahren und erkundigt sich bei Kollegen der Spurenermittlung, wenn es um Details geht. In der Figur der Thea Engel habe sie jedoch viel von sich selbst angelegt. Denn auch sie mag es gerne spannend, deshalb habe sie sich auf diesen Job überhaupt beworben. Für ihre fiktiven Mordfälle recherchiert sie vor Ort und schaut sich genau an, wo ihre Opfer zu Tode kommen. Wie im fiktiven Fall einer Wasserleiche, die aus der Neckarschleuse an der Wilhelma gefischt wurde. Wichtig ist ihr auch das lokale Kolorit. Sie lässt immer wieder aktuelle Gegebenheiten und Geschehnisse in ihren Roman einfließen.
Britt Reißmann hat auch nach ihrem zweiten Roman noch lange nicht genug und denkt bereits über eine dritte Fortsetzung nach. Ob sie Thea Engel und Kollege Messmer da kriegen sollen, das verrät sie allerdings nicht. Nur soviel: „Solange ich Lust habe zu schreiben, wird es mit den beiden weitergehen.“

-Neckarblick 22.11.2006-



Nur Bacchus war Zeuge

Mix aus Spannung, Frucht und Rebensaft

Blut sei ein ganz besonderer Saft, sagt Goethe. Wein sei ein ganz besonderer Saft, sagen die, die ihn gerne trinken. Wein inspiriert. Und es gibt Menschen, denen fallen bei einem Glas Wein allerhand Geschichten ein. Geschichten von Bluttaten zum Beispiel, und die eine gewisse Ähnlichkeit zu einem guten Wein aufweisen: „Gehaltvoll, süffig und garantiert blutig im Abgang“, heißt es im Vorwort, das die Brackenheimer Sommeliere Jutta Eiselen für das Buch „Nur Bacchus war Zeuge“ geschrieben hat. Eine Sammlung mörderischer Weinkrimis.
Drei der Autorinnen stellten sich mit ihren Kriminalerzählungen am Freitagabend in der Winzergenossenschaft Brackenheim vor. Ob Weinflasche, Steuerrad, Pistole – eine Smith&Wesson: Alles ist hier fest in weiblicher Hand. Und vor allem die männlichen Opfer. Drei schaurig-schöne Verbrechen, wobei da eine eher aus Versehen geschah. Im seligen Zustand der Volltrunkenheit…
“Letzter Einsatz“ heißt die erste Geschichte. Geschrieben hat sie die Brackenheimerin Ilse Burkert-Sauer, die allerdings die geheimen Zutaten für ihr todsicheres Weihnachtsgebäck leider verschweigt. „Natürlich ist alles, was man im Leben erreicht, einfach Glück, und dass ich mit dir eine Niete gezogen habe, einfach Pech“, meint Cora. Diesem Eric geschieht ganz Recht, meinen die Zuhörer. Wobei diese moralisch durchaus anfechtbare Haltung möglicherweise der Wirkung des Lembergers zuzuschreiben ist?
Ein ganz besonderer Saft. Genauso wie diese Samtrot-Auslese. Und so köstlich wie der Wein ist auch die Geschichte der Operndiva, die ihn literweise trinkt. Als Diät. „Mein Gewicht sank im gleichen Maße, wie der Alkoholpegel stieg.“ Mit viel Witz erzählt die Autorin Britt Reißmann, wie die Sängerin Kilo um Kilo verliert, derweil sich ihr Leben zur Katastrophe steigert. Britt Reißmann wuchs im Weingebiet Saale-Unstrut auf und arbeitet jetzt bei der Mordkommission Stuttgart.
Aus Stuttgart kommt auch Martina Fiess. Viel Lokalkolorit in der Geschichte um die Konkurrenz, die eine Wahl zur Weinkönigin begleitet. Und von der hausbackenen Lisa, die, obwohl „ungefähr so verruckt wie die Biene Maja“, dennoch erpresst wird. Mit einem Video, das sie ganz ohne „ihre geblümten Kleider aus der Landhaus-Boutique“ zeigt. Martina Fiess managt die Baden-Württemberger „Sisters in Crime“, ein weltweites Netzwerk von Krimiautorinnen, das seit zehn Jahren auch eine deutsche Sektion hat.
Spannung, Frucht und Rebensaft – lustvoll serviert. Das Publikum genoss die Kombination von „Wine and Crime“ in vollen Zügen.

-Neckar-Zaber-Rundschau, 24.11.2006-


Bienzle geht – jetzt ermittelt Thea Engel
Zwei Mitarbeiterinnen der Polizei haben einen Krimi mit Lokalkolorit geschrieben

Ein Toter in Sonnenberg, eine junge Polizistin aus Zuffenhausen und Lügen, die bis weit in die Vergangenheit reichen – das sind die Zutaten des ersten Krimis der Autorinnen Britt Reißmann und Silvija Hinzmann. Sie haben ihr Buch im Polizeipräsidium vorgestellt.

Stuttgart-Sonnenberg, ein heißer Vormittag im August: in einer Villa in der Orplidstraße liegt der reiche Textilfabrikant Wolf Hauser mit dem Gesicht auf der Arbeitsplatte seines Schreibtischs – tot. Erschlagen mit einer faustgroßen, bunt gemusterten Glaskugel. Thea Engel und Michael Messmer, Mitglieder der Sonderkommission Sonnenberg, wollen das Verbrechen aufklären und verfolgen die Spur des Täters.
Stuttgart-Nord, ein kühler Abend im September: Im Polizeipräsidium oberhalb der Pragkreuzung lauschen rund 80 Zuhörer diesem blutigen Szenario und begleiten in Gedanken Thea Engel und Michael Messmer bei ihren Ermittlungen. Das Verbrechen ist fiktiv, genauso wie die beiden Kriminalbeamten. Auf den Stühlen im Präsidium sitzen reale Kollegen von der Stuttgarter Polizei. Die Veranstaltung ist jedoch kein Schulungsabend für Soko-Ermittler: Britt Reißmann und Silvija Hinzmann haben im Polizeipräsidium ihren ersten gemeinsamen Kriminalroman „Die Farbe des Himmels“ vorgestellt. „Stuttgart pur – Spannung satt“ wirbt das schwarze Plakat des Buches und will Krimi- und Stuttgartfans gleichermaßen anlocken.
“Das Lokalkolorit macht den Krimi heimelig, man hat das Gefühl, die Beteiligten zu kennen und dabei zu sein“, sagt Polizeipräsident Martin Schairer. Er habe den Krimi in zwei Tagen gelesen – versteckt unter den Akten auf seinem Schreibtisch. „Die Autorinnen hatten beste Voraussetzungen, einen Stuttgart-Krimi zu schreiben“, sagt Schairer. Beide arbeiten für die Stuttgarter Polizei: Die gebürtige Kroatin Silvija Hinzmann, 49 Jahre alt, als freie Übersetzerin; Britt Reißmann als Angestellte im Schreibdienst der Mordkommission. Die 42-jährige war zuletzt für die Sonderkommission „Zucker“ im Einsatz, die im Mordfall einer Aldi-Filialleiterin ermittelte. Im Frühjahr 2002 haben sich die beiden Frauen bei der Arbeit kennen gelernt und ihre gemeinsamen Leidenschaften entdeckt: Krimis und das Schreiben. Das Manuskript ihres Romans haben sie dem Emons-Verlag nach Köln geschickt, der eine erste Auflage von 3000 Stück drucken ließ.
Ob sich Thea durch den Verkehr über den Pragsattel quält, an den Prostituierten der Altstadt vorbeiläuft oder sich mit ihrem Exfreund im Café Planie trifft – als Stuttgarter begegnet man auf 223 Seiten zahlreichen Schauplätzen der Stadt. Die Geschichte umfasst zwei Zeitebenen: die aktuelle des Verbrechens und die einer unbekannten Tagebuchschreiberin aus dem Jahr 1973. Nach und nach erhält der Leser kursiv gedruckte Puzzleteile, die den Umriss dieser unglücklichen Person zeichnen. Am Ende treffen beide Handlungsstränge zwischen neugierigen Nachbarn in der Gegenwart aufeinander.
Nachdem Bienzle im Ruhestand sei, hätten sie der Mordkommission zwei junge Kollegen vermacht, sagt Britt Reißmann. „Thea Engel ist um die dreißig und erst ein halbes Jahr im Dezernat für Tötungsdelikte. Sie ist noch nicht besonders selbstbewusst und arbeitet mit einem arroganten Macho zusammen. Natürlich knistert es zwischen den beiden“, sagt Britt Reißmann über ihre Protagonistin.
Die Autorinnen setzen auf die Mischung aus Liebe, Spannung und Humor. Da ist zum Beispiel die kroatische Putzfrau des Toten, Bosljka Baric, die quasselt wie ein Wasserfall. Oder Theas schwäbelnder Kollege Kurt Kübler, der sich alle Mühe gibt, hochdeutsch zu sprechen, aber immer wieder in den Dialekt abdriftet. „Wir wollten den Roman in Stuttgart ansiedeln. Auch wenn wir zugezogen sind, ist die Stadt mittlerweile unsere Heimat“, sagt Britt Reißmann. Und wer weiß, vielleicht löst Thea Engel ja irgendwann Bienzle im Fernsehen ab.

-Stuttgarter Zeitung, 26.09.2005-



Die Farbe des Himmels

Ein Engel auf Mörderjagd
Neuer Stuttgart-Krimi auf dem Markt

Sie ist rothaarig, Anfang 30 und erst seit kurzem im Dienst. Die Kommissarin Thea Engel steht im Mittelpunkt des Stuttgart-Krimis “Die Farbe des Himmels”. Die Autorinnen Silvija Hinzmann und Britt Reißmann präsentieren sie als mögliche Nachfolgerin für TV-Kommissar Bienzle.

Ihre Ausbildung hat sie in der Polizeischule Böblingen absolviert, seit sechs Monaten arbeitet Thea Engel im Stuttgarter Polizeipräsidium oberhalb des Pragsattels. Eines Tages werden sie und ihr Kollege Michael Messmer zu einem Toten nach Sonnenberg gerufen. Ein Textilfabrikant liegt erschlagen in seiner Villa. Die Mordwaffe: ein gläserner Briefbeschwerer. Was wie ein Routinefall erscheint, entwickelt sich nach und nach zu einem Komplott aus Liebe, Lüge und Intrigen. In zwei Zeitebenen spielt die Geschichte: Tagebuchaufzeichnungen einer unbekannten Person aus dem Jahr 1973 zeugen von einem unglücklichen Menschen.
Auf der Suche nach dem Mörder in der Gegenwart bewegt sich der Leser gemeinsam mit den Kommissaren durch Stuttgart: Mal denkt Thea Engel an die Dampflok im Höhenpark Killesberg, mal geht sie über die Calwer Straße oder durch den Stuttgarter Flughafen. “Das Lokalkolorit macht den Krimi heimelig. Man hat das Gefühl, die Leute zu kennen”, sagte Polizeipräsident Martin Schairer bei der Buchpräsentation im Polizeipräsidium. Er habe das Buch innerhalb von zwei Tagen während der Arbeitszeit gelesen und es immer wieder unter seinen Akten auf dem Schreibtisch versteckt, um nicht ertappt zu werden.
Dabei handelt es sich bei den Autorinnen nicht um Schwaben, geschweige denn um Stuttgarterinnen. Britt Reißmann ist in Naumburg an der Saale geboren und wohnt seit 1991 in der Landeshauptstadt. Silvija Hinzmann stammt aus Kroatien, lebt aber seit ihrer Jugend in Stuttgart. “Für uns ist Stuttgart der Raum, in dem wir uns ständig bewegen”, sagt Reißmann. “Da lag es nahe, hier unseren Krimi spielen zu lassen.”
Auch in Sachen Mord wissen die beiden Autorinnen genau Bescheid. Reißmann arbeitet als Schreibkraft bei der Mordkommission – zuletzt bei der Sonderkommission Zucker, die nach dem Tod einer Aldi-Filialleiterin ermittelte. Hinzmann arbeitet als Übersetzerin, unter anderem für die Polizei und bei Gericht.
Im Frühjahr 2002 haben sich die Frauen bei der Arbeit kennen gelernt und schnell zwei gemeinsame Leidenschaften entdeckt: die Liebe zu Krimis und die zum Schreiben. Beide hatten schon Kurzgeschichten für Wettbewerbe verfasst. So lag die Idee nahe, gemeinsam ein Buch zu veröffentlichen. Die Idee dazu lieferte eine Broschüre der Stadt über die Babyklappe. Welche Rolle die Einrichtung im Buch spielt, wird an dieser Stelle aber nicht verraten.

-Stuttgarter Zeitung, 18.10.2005-


Spannung made in Stuttgart
Die Farbe des Himmels

Textilfabrikant Wolf Hauser wird in seiner Sonnenberger Villa mit einem Briefbeschwerer erschlagen. Der vermeintliche Routinefall entpuppt sich für die junge Kriminalbeamtin Thea Engel als ein Geflecht aus Lügen und Intrigen. Spannung pur verspricht der Krimi „Die Farbe des Himmels“ (Emons-Verlag, 9 Euro) der beiden Autorinnen Silvija Hinzmann und Britt Reißmann, die im wirklichen Leben für die Stuttgarter Polizei arbeiten. Ein Leckerbissen für alle Stuttgarter, denn an jeder Ecke wartet ein Déja-vu.
Wenn etwa im Bohnenviertel ermittelt wird oder ein Selbstmord am Hauptbahnhof geschieht, fühlt sich der Leser mitten im Geschehen.

-Prinz, November 2005-


Einen Stuttgart-Krimi haben Silvija Hinzmann (Übersetzerin u. a. für die Stuttgarter Polizei) und Britt Reißmann (Mordkommission Stuttgart) geschrieben. „Die Farbe des Himmels“ ist keine zwanzig Zeilen alt, da ist die Kriminalbeamtin Thea Engel schon mit dem ersten Mord konfrontiert. Ein Routinefall? Zunächst ja. Die Frau des erschlagenen Textilfabrikanten könnte durchaus Interesse an dessen Ableben haben, um sich ungehindert einer Liebe in Italien hingeben zu können. Doch Thea Engel stößt auf ein Geflecht aus Lügen und Intrigen. Der Leser folgt dem etwas dialoglastig geschriebenen Geschehen mit zunehmendem Interesse, will endlich wissen, was es mit 30 Jahre alten Tagebuchnotizen auf sich hat, die offensichtlich mit der Kommissarin zu tun haben. Die wird persönlich immer tiefer in den Fall hineingezogen.
Der Krimi spitzt sich dramatisch zu und geht unter die Haut. Nicht zuletzt lebt er vom Lokalkolorit (eine Szene spielt in der renovierten Stiftskirche) und schwäbischen Lebensweisheiten wie „Liabr a Made em Äpfl wia gar koi Fleisch.“

-Evangelische Kirchenzeitung, November 2005-


Tipps von Kollegen
Kripo-Mitarbeiterinnen schreiben Stuttgart-Krimi

Am Anfang stand eine Übersetzung, ein Hinweistext für Mütter, die ihr Kind bei der Babyklappe abgeben wollten. Und davor saß eine erschütterte Übersetzerin, denn der Text war in typischem Bürokratendeutsch verfasst. Daraus entstand die Idee: Hierzu müssen wir etwas schreiben. Das Ergebnis: Der Krimi „Die Farbe des Himmels“ von Silvija Hinzmann und Britt Reißmann.
Doch zwischen der Babyklappe und dem jetzigen Krimi lagen zunächst einmal mehrere Jahre Arbeit. Mit Pizza und Pommes schlossen die beiden Frauen sich eines Tages im Büro ein und fingen an, Figuren und Handlungen zu entwickeln. Beides entwickelte schnell ein Eigenleben. So entfernten die Autorinnen sich bald vom Thema „Babyklappe“, welches im Buch lediglich noch darin fortlebt, dass die Protagonistin Thea Engel von der Mordkommission Stuttgart einst ein Findelkind war und im Heim aufwuchs.
Thea Engel ist jung, ehrgeizig und steht nun vor ihrem ersten großen Fall, als ein Anruf bei der Kripo eingeht: Textilfabrikant Wolf Hauser wurde in seiner Villa in Stuttgart-Sonnenberg erschlagen – mit einem gläsernen Briefbeschwerer. …
Die Autorinnen haben den Spagat zwischen Fiktion und Realität gut gemeistert. Sie hatten dafür auch die besten Voraussetzungen, denn ihnen ist die Polizeiarbeit nicht fremd. Britt Reißmann arbeitet seit 1999 bei der Mordkommission in Stuttgart, Silvija Hinzmann ist als Übersetzerin immer wieder für die Polizei tätig. Kennengelernt haben sich die beiden vor einigen Jahren bei einem Mordfall.
Dennoch: Für ihren ersten gemeinsamen Krimi haben die beiden Frauen auch bei Reißmanns Kollegen kräftig recherchiert. Und von den Kollegen gab es auch jede Menge Ratschläge, darunter besonders den einen: zu bedenken, dass die Arbeit bei der Polizei nicht von einem Kommissar allein geleistet wird. „Einer Soko gehören in der Regel 30 bis 40 Leute an“, sagt Britt Reißmann. Doch im Krimi musste die Zahl deutlich reduziert werden. Sonst wird es unübersichtlich. Um den Spagat zwischen Realität und Lesbarkeit zu schaffen, haben Hinzmann und Reißmann ihre Handlung kurzentschlossen in den heißen Sommer von 2003 verlegt und den größten Teil der Dezernatsmitglieder in Urlaub geschickt, so dass sie sich im Buch bei den Charakteren der Kripo auf acht Leute beschränken konnten.
Dazu gehören neben Thea Engel unter anderem Kollege Michael Messmer, der die junge Frau mit seinem Macho-Gehabe immer wieder fast zur Weißglut bringt, und der ältere, vertrauenserweckende Kommissar Walter Ströbele. Oder auch Kurt Kübler, ein Beamter von der Schwäbischen Alb, der die Ruhe selbst ist und von seinen Kollegen immer wieder daran erinnert werden muss, dass er doch bitte Hochdeutsch sprechen soll. Insbesondere für die Passagen auf Schwäbisch mussten die beiden Frauen Hilfe eines Fachmanns in Anspruch nehmen. Denn Hinzmann lebt zwar seit ihrer Kindheit in Deutschland, stammt jedoch aus Kroatien. Reißmann kommt aus Naumburg an der Saale.
Herausgekommen ist ein Krimi mit klassischem Plot und geschickt konstruiertem Spannungsbogen. Eine Geschichte, die am Ende noch mal eine unerwartete Wendung nimmt. Es bleibt spannend – bis zum Schluss.

-Staatsanzeiger, 07.11.2005-


Thea Engel ermittelt
Stuttgart-Krimi erschienen

Thea Engel ist Anfang 30, schüchtern und unsicher, hat rote Haare und will einen Mord in Stuttgart aufklären. Geschaffen wurde die Kriminalbeamtin von Silvija Hinzmann und Britt Reißmann in ihrem ersten Kriminalroman “Die Farbe des Himmels”. Die Tatorte und Schauplätze befinden sich alle quer verteilt in ganz Stuttgart. Und wenn man den Roman liest, findet man sich wirklich im heutigen Stuttgart wieder.
Im Kriminalroman “Die Farbe des Himmels” wird Textilfabrikant Wolf Hauser in seiner Villa in Sonnenberg erschlagen – mit einem gläsernen Briefbeschwerer, der übrigens bei Silvija Hinzmann auf dem Schreibtisch steht. Zunächst sieht alles nach einem Routinefall für die Stuttgarter Kriminalpolizei aus, doch nur wenige Tage später gibt es ein weiteres Verbrechen, das ganz offenbar mit dem ersten in Zusammenhang steht. Bei ihren Ermittlungen stößt die junge Beamtin Thea Engel auf ein Geflecht aus Lügen und Intrigen, dessen Wurzeln bis weit in die Vergangenheit reichen. So weit die Kurzfassung des Inhalts. Aber wie kamen die beiden Autorinnen auf die Idee?
Silvija Hinzmann, geboren in Kroatien, lebt seit ihrer Kindheit in Deutschland und arbeitet als freie Übersetzerin u. a. für die Stuttgarter Polizei. Beruflich hatte sie mit der Babyklappe im Weraheim zu tun und dachte sich, dass sie darüber etwas schreiben müsse.
Ihre Freundin Britt Reißmann, geboren in Naumburg/Saale, war Intarsienschneiderin und Sängerin, bevor sie nach Baden-Württemberg kam. Sie lebt in Sillenbuch und arbeitet seit 1999 bei der Mordkommission Stuttgart. Die beiden sind schon immer Krimifans gewesen und so ergab sich der logische Schritt: „Wir schreiben einen Krimi“.
Zu zweit einen Krimi schreiben ist nicht ganz einfach.
Wir haben uns das Buch in Szenen aufgeteilt, wie bei einem Drehbuch“, erzählt Silvija Hinzmann. „Wir mussten dabei natürlich immer für den anderen mitdenken“, so Britt Reißmann.
Dass es dann natürlich auch zu kleinen und größeren Problemen kam, war klar. „Ein Fehler war zum Beispiel, dass Thea Engel bei mir im Schlafanzug ins Bett geht und bei Britt im Nachthemd aufwacht“, erzählt Silvija Hinzmann lachend. Es hat den beiden offensichtlich viel Spaß gemacht, denn der zweite Fall für Thea Engel ist bereits in Vorbereitung.

Thea Engel ist kein neuer Bienzle, auch wenn der Tatort in Stuttgart liegt. Auch viele Schauplätze kommen dem Stuttgarter wahrscheinlich bekannt vor: Im Café Planie wird Kaffee getrunken, an der Stiftskirche trifft man sich, beim Brezelkörble holt man sich was gegen den kleinen Hunger und Theas Freundin wohnt im Bohnenviertel.
Erstaunt waren die beiden Neukrimiautorinnen, wie schnell sie einen Verlag gefunden haben. „Es hat bei Emons einfach alles gepasst, wir sind darüber sehr glücklich“, sagt Britt Reißmann.
Im Buchhandel ist der Krimi für 9 Euro zu haben Und was man jetzt schon verraten kann: Er ist spannend.

-Stuttgarter Wochenblatt, Oktober 2005-